Drei Familien, drei Wohnmobile, ein Ziel: Spaß beim Skitraining. Wir kommen
als erste am Samstagabend bei der Seilbahnstation in Samnaun-Ravaisch an.
Etwa ein Stunde später folgt Wolfgang mit Familie. Stecklers werden sich am
nächsten Tag zu uns gesellen. Schon am Abend sehen wir, dass der
Dauerfrühling Samnaun noch nicht erreicht hat: Es liegt genug Schnee, wenn
auch nicht so viel, wie in früheren Jahren.
Am nächsten Morgen melden wir uns bei der Tourist-Information an. Mit der
Gästekarte gibt es erhebliche Ermäßigung für die Skipässe. Die Zufahrt zur
Talstation der Seilbahn ist Bussen und Taxis vorbehalten, so dass es uns
einige Überzeugungsarbeit kostet, bevor wir zum Ausladen der Stangen und
sonstigen Zubehörs direkt vor den Eingang der Seilbahn fahren dürfen. Ab
dort gibt es zum Glück keine Probleme mehr. Wir verladen das Material in die
Gondel und fahren hinauf ins Skigebiet. Nach wenigen Minuten sind wir oben
und haben das Material ausgeladen. Der Pistenchef empfängt uns freundlich,
weist uns für das Stangentraining eine geeignete, etwas abgelegene und wenig
befahrene Piste zu. Unser Material, ergänzt um ein Bündel ausgedienter
Skistöcke und Absperrband, wird auf einen Pistenbully geladen und direkt zum
Start befördert, während wir auf Skiern dort hin fahren.
Obwohl alle mit helfen, steht die Sonne an diesem ersten Trainingstag schon
hoch am blauen Himmel, bis der Kurs fertig gesteckt und abgesperrt ist. Den
Nachmittag über trainieren Anja, Claudia, Andreas und Wolfgang, während
Sabine und ich andere Pisten fahren.
Um kurz nach 15:00 Uhr treffen wir uns wieder; es ist Zeit zum Abbauen.
Schneller als gedacht sind wir damit fertig, so dass noch Zeit für ein paar
freie Abfahrten - nicht ganz ohne Techniktraining - bleibt. Die letzte
Abfahrt führt uns ins Tal nach Samnaun-Laret. Mit dem Skibus kehren wir von
dort zu den Wohnmobilen zurück.
Der zweite Trainingstag ist ebenso sonnig, aber länger als der erste; schon
um 8:30 Uhr stehen wir an der Talstation, gegen 9:30 ist aufgebaut.
Doppelt so viele Kinder und Jugendliche fegen heute den Kurs hinunter: Sven,
Arne und Lars Steckler sind heute auch dabei.
Abends wechseln wir vom Parkplatz auf den offiziellen Wohnmobilplatz. Dort
können wir komfortabler duschen und haben Stromanschlüsse zur Verfügung.
Auch die Skipflege ist dort kein Problem.
Der dritte und vierte Tag ist dem Slalom-Training gewidmet, danach folgen
nochmal zwei Tage Riesenslalom.
Am letzten Tag bauen wir etwas zeitiger ab. Um 14:00 Uhr kommt der
Pistenbully und nimmt das gebündelte Material mit zur Bergstation der
Seilbahn. Nachdem wir es mit der Seilbahn ins Tal transportiert haben,
bleibt uns gerade noch Zeit, zum Abschluss gemeinsam die lange Talabfahrt
vom Zeblasjoch nach Samnaun-Dorf zu fahren. Hier, wo sich im Sommer die Mountainbiker tummeln, ist die Landschaft auch im Winter besonders schön.
Nach dem Packen fahren wir direkt nach Hause, während die anderen ein
Rennwochenende in Warth auf dem Programm haben. (Claudia Lehner und Arne
Steckler starten dort.)